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ZAHNHEILKUNDE

Die jährlich Zahnkontrolle und - behandlung ist genauso wichtig wie die regelmäßige Hufpflege.

Pferdezähne beenden das Längenwachstum nicht, sondern wachsen jährlich 2 bis 3 mm aus dem Kiefer heraus. Das ursprüngliche Futter war hartes Steppengras, welches den ganzen Tag über gefressen wurde. Mit der Evolution und Domestizierung unseres heutigen Hauspferds haben sich auch die Futterquellen und damit das Fressverhalten geändert. Bei den heutigen Haltungsformen ist eine 2-3 malige Gabe von weichen Heu und Kraftfutter üblich. Durch die verminderte Abreibung wird die Ausbildung von Haken und scharfen Kanten begünstigt. Diese Kanten und Zacken verletzen die Backenschleimhaut und die Zunge.
Aber nicht nur scharfe Haken können dem Pferd Probleme bereiten.
Beim Zahnwechsel auf das bleibende Gebiss kann es zu einer Einklemmung von Milchzahnkappen zwischen zwei anderen Zähnen kommen. Dadurch kann der Zahnwechsel nicht stattfinden und durch den Druck kann es zu Kieferknochenschäden kommen.
Durch das ständige Wachstum der Zähne kann bei einem fehlenden Zahn der Zahn im Gegenkiefer ohne Druck weiterwachsen und so das Kiefer verletzten.
Viele Pferde haben hauptsächlich im Oberkiefer einen so genannten Wolfszahn, der mit ca. 7 Monaten durchbricht. Wolfszähne sind rudimentäre Zähne. Sie sind sehr klein mit einer kurzen Wurzel. Sie liegen oft dort wo im Normalfall das Trensengebiss aufliegt und stören dadurch häufig. Im Normalfall sind sie leicht zu entfernen.

Woran erkenne ich, dass mein Pferd Zahnprobleme hat?

Probleme bei der Futteraufnahme:

  • verminderte Fresslust
  • verlangsamte Futteraufnahme
  • vorsichtiges und unvollständiges Kauen
  • Fallenlassen von Futterbissen
  • „Heurollen", „Gras- oder Heuwickel"
  • plötzliche Fresspausen
  • vermehrtes Speicheln
  • Futter wird in Wasser „getunkt" bzw. eingeweicht
  • Knirschen oder Quietschen der Zähne beim Fressen

mangelnde Zahnkorrektur kann Ursache versch. Krankheiten sein:

  • Wiederholte (rezidivierende) Koliken oder Schlundverstopfungen
  • Headshaking - Kopfschlagen ohne sonstige erkennbare Ursache
  • Verspannungen der Hals- und Rückenmuskulatur
  • Blockaden der Wirbelgelenke, (Hals- aber auch Rücken- und Kreuz- Darmbeinprobleme)
  • Lahmheiten ("Zügellahmheit")

Zusätzlich können Zahnprobleme zu diversen Problemen beim Reiten führen wie:

  • Steigen, Trensen- und Gebissprobleme, „Hart im Maul"
  • fehlende Anlehnung
  • Zungenstrecken
  • Verkanten
  • Verwerfen im Genick
  • Probleme beim Stellen
  • vermindertes Kauen auf dem Gebiss
  • Knirschen mit den Zähne
  • Schleif- Beißspuren am Trensengebiss
  • wunde Lippenwinkel
  • fehlender oder geringer Kauschaum

Längerfristig können Zahnprobleme zu einem schlechten (reduzierten) Allgemeinzustand führen:

  • Abmagerung
  • mattes Fell
  • schlechte Bemuskelung
  • schlechte Futterwertung
  • Grobfasriger Kot: Viele Futterbestandteile mit einer Länge von über 1.5 cm im Kot
  • Diarrhoe („Durchfall") oder „Kotwasser"

All diese Symptome (und noch eine Menge andere!) können auf Schmerzen oder krankhafte Veränderungen am Gebiss eines Pferdes hindeuten und sind wichtige Zeichen, dass sie Ihr Pferd zahnärztlich untersuchen lassen sollten

Durchführung der Zahnbehandlung:

  • Anamnese durch Gespräche mit dem/der Besitzer(in)
  • Genaue klinische Untersuchung des Kopfes und Mauls mit Zuhilfenahme eines stabilen Maulgatters und einer guten Lichtquelle

Korrektur selbst:

Zum Beschleifen der Haken und der diversen Zahnprobleme benutze ich viele verschiedene Modelle - sowohl diverse Handraspel, als auch eine moderne elektrische Wellenschleifmaschine. Somit kann ich jeden Zahn mit dem notwendigen Druck und im richtigen Winkel gründlich schmerzfrei und ohne große Hitzeentwicklung beschleifen. Selbst die Kürzung von ganzen Zähnen, Korrekturen von Wellen-, Treppen- oder Stufengebissen sowie das gerne vergessene, aber wichtige Einschleifen und Kürzen der Schneidezähne dulden Pferde durch meinen ruhigen und sicheren Umgang in der Regel ohne Angst und Abwehr. Jede Behandlung wird in einem von mir entwickelten Protokollbogen dokumentiert, so dass ich beim erneuten Besuch schnell wieder weiß, was vorher war.

EOTRH

= eine relativ neu erkannte Erkrankung der Schneidezähne beim Pferd. Leider kommt es häufig erst sehr spät zu einer Diagnose, da die Schneidezähne oft noch eher "stiefmütterlich" in der Zahnkorrektur mitbehandelt werden. Bei dieser Erkrankung kommt es zu massiven Umbauprozessen an den Schneidezähnen und zum Rückzug des Zahnfleisches.

Symptome sind:

Probleme bein abbeissen von harten Futter (Karotten, Brot...)

Unwille bein Anfassen des Maules

Rückzug des Zahnfleisches

gerötetes wulstiges Zahnfleisch

Lockerung der Zähne bis hin zum Ausfallen

Diagnose, Therapie:

neben des oben erwähnten klinischen Bild ist ein Röntgen sehr aufschlussreich.

Wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, hilft leider nur mehr die Ertfernung der erkrankten Schneidezähne. Dies ist für viele Pferdebesitzer ein erschreckender Gedanke, jedoch für das Pferd die einzige Möglichkeit, wieder ohne Schmerzen zu leben.

Durch frühzeitige Diagnose kann man allerdings durch anschleifen der Zähne (Druckentlastung) und rglm. Kontolle die Zähne vital erhalten.

 

 


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